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Kultur auf der Leipziger Straße

VISTEL‘S CelloMusikSalon seit vielen Jahren präsent

Am 29. September 2014 lud DIE MITTE e. V. zu einem Privatkonzert in VISTEL’S CelloMusikSalon in die Leipziger Straße 61 ein.

Gern haben wir von der IG Leipziger Straße/Krausenstraße unsere Unterstützung zugesagt, ist doch dieser Teil der LS der Problembereich, den wir derzeit mit zunehmendem Erfolg bearbeiten. Hierzu demnächst mehr an dieser Stelle.

VISTEL’S CelloMusikSalon hält trotz widriger Umstände seit Jahren der Leipziger Straße die Treue. Bei näherem Hinsehen stellt man zudem fest, dass es sich hierbei um ein absolutes Unikat der Berliner Kulturlandschaft inmitten des Großstadtlebens handelt.. Dies bezieht sich nicht nur auf eine einzigartige Location hinter den (noch) tristen Fassaden der BImA-Gebäude, sondern vor allem auf die beiden großartigen Künstler und ihre Idee, klassische Musik auf eine Art zu präsentieren, die auch Menschen begeistert, die sonst der Klassik eher fernstehen.

 

Almuth Kraußer-Vistel (Piano) und Douglas Vistel (Cello)
Bild: Eric PawlitzkyAlmuth Kraußer-Vistel (Piano) und Douglas Vistel (Cello) Bild: Eric Pawlitzky

Das Duo Almuth Kraußer-Vistel (Piano) und Douglas Vistel (Cello) brachte Werke von Bela Bartok, Peter Tschaikowsky und Edward Elgar. Das schönste Werk spielten die Künstler zu Schluss: Eine Eigenkomposition von Douglas Vistel.

Im Anschluss an das Konzert gab es einen kleinen Empfang bei Wein und Fingerfood , zu dem das Restaurant Amici am Gendarmenmarkt eingeladen hatte. Hierbei ergaben sich etliche Gespräche und Kontakte, die sich sicher auch auf unsere Arbeit in der IG Leipziger Straße/Krausenstraße positiv auswirken werden.

Wer sich für VISTEL’S CelloMusikSalon näher interessiert, der sollte ich die Homepage www.cubaklassik.com einmal ansehen.

Hier sind übrigens neben Privatkonzerten auch Familienfeiern mit musikalischer und kulinarischer Begleitung im Angebot.

Auch hier gilt: Wenn wir dieses Kleinod auf der Leipziger Straße behalten wollen, müssen wir durch unsere Nutzung zum Erhalt dieser einzigartigen Einrichtung beitragen. (hdm)

Wiederbelebung der Gewerbeeinheit LS 48/49 in Sicht

Die „Tahman Trading GmbH“ als neuer Eigentümer der gut 3.000 qm großen Gewerbeeinheit in den beiden Wohnhochhäusern der Leipziger Straße 48 und 49 macht Ernst! Der Investor will die bisher leer stehenden Gewerberäume des Hochhauskomplexes nach vorausgegangenen intensiven Beratungen nunmehr zu einem Hotel und einem Restaurant mit Caféhaus umbauen und in der Kombination als Hotel und Gaststätte betreiben.

Noch in diesem Monat sollen eine Reihe grundsätzlicher Entscheidungen der Wohnungseigentümer in einer außerordentlichen Eigentümerversammlung über die Umsetzung der von einem Architektenbüro vorgelegten Aus- und Umbaupläne getroffen werden. Es geht um teils notwendige Erneuerungen von Dach- und Fassadenflächen sowie um wesentliche Veränderungen des ursprünglich vorgesehenen Konzeptes.

Noch im Mai entbrannte heftiger Meinungsstreit über die vom Investor vorgeschlagene Einrichtung eines „Boarding House“. Zum besseren Verständnis muss man sich an die schon weit zurückliegenden Jahre erinnern, in denen ein  damaliger Investor die prominenten Gewerbeflächen der LS 48/49 in nicht zu akzeptierender Art und Weise gestalten und betreiben wollte. Eine damals noch rechtzeitig verhinderte Fehlentwicklung erklärt die  dem neuen Investor anfänglich entgegen gebrachte Skepsis hinsichtlich eines erneuten „Boarding House“ Konzeptes.

Dankenswerter Weise hat die „Taham Trading GmbH“ auf gezielte Nachfrage der Interessengemeinschaft diese Bedenken verbindlich ausgeräumt! Es geht jetzt um die Umsetzung klarer Strukturen und Gewinn bringender Erneuerungen und Ergänzungen für eine bisher brach liegende und der Eigentümergemeinschaft erhebliche Kosten verursachenden  Gewerbeeinheit in der Leipziger Straße.

Am 24. November sind die Eigentümer aufgerufen, die konzeptionell und fachlich eingehend diskutierten Aus- und Umbaumaßnahmen zu genehmigen und damit  die Umsetzung des aufwendigen Gesamtvorhabens zu ermöglichen. Die Interessengemeinschaft wird darüber weiter berichten. (dk)

 

Die Gewerbeeinheiten in der Leipziger 48 / 49 sollen zu einem Restaurant, Kaffeehaus und einer hochwertigen Hotelanlage werden – Es bleiben aber Hürden für den weiteren Um- und Ausbau:

 

Auf einer außerordentlichen, sehr gründlich vorbereiteten Eigentümerversammlung haben Eigentümer beider Häuser über ein umfangreiches Paket von Einzelmaßnahmen entschieden, die der Investor, die TAHHAN TRADING GmbH, als Bestandteile eines Ausbau- und Sanierungskonzeptes vorgelegt hatte.

Aber nicht alle Vorhaben konnten abschließend behandelt werden. Es fehlte an der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestanzahl von anwesenden, stimmberechtigten oder durch Vollmacht vertretenen Eigentümern.

Die Interessengemeinschaft war von Anbeginn der Projekt-arbeiten an als Ansprechpartnerin mit beteiligt. Wir waren an anderer Stelle der “Leipziger” seit Jahren bei staatlichen Eigentümern um sinnvolle Nutzung und Sanierung der leer stehenden Gewerbeeinheiten bemüht, nicht ohne Erfolg! Jetzt geht es um den besonders wichtigen und Weg weisenden Ausbau der süd-östlichen Ecke der “Leipziger” nahe am “Motel One” durch einen privaten Investor. Dessen Unternehmen will richtig viel Geld in das Vorhaben stecken. Die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer beider Häuser wird dadurch ganz entscheidend entlastet: Im Rahmen des Um- und Ausbaus würden zwingend notwendige Sanierungs- und Wartungsarbeiten am Gemeinschaftseigentum vom Investor mit finanziert. Die Kosten dafür belaufen sich nach fachkundigen Schätzungen auf rund 500.000 €, die widrigenfalls anteilig auf alle Eigentümer in beiden Häusern umgelegt werden müssten. 

Ist es angesichts dieser Perspektive von einer verant-wortungsbewusst handelnden, großen Mehrheit sang- und klanglos hinzunehmen, dass eine überschaubare Minderheit trotz aller mühevollen Vorbereitungen und Terminhinweisen der Verwaltung eine derart wichtige, Entscheidungen fordernde Versammlung kommentarlos “schwänzt”? Und damit Bemühungen torpediert, einem Investor Klarheit zu verschaffen, was er aus dem erwähnten Bündel von Einzelmaßnahmen umsetzen darf und was nicht? 

Diese Gruppe von “abseits Stehenden” sei daran erinnert, dass “Eigentum verpflichtet”! Ein – noch immer – gültiger Grundsatz, der nicht in Trägheit und Desinteresse versinken darf. Andernfalls wird “Gemeinschaftssinn” in dieser Gesellschaft schnell zu einem Fremdwort werden. 

Die IG Leipziger Straße / Krausenstraße hatte sich nach sehr sorgfältigen Recherchen, vielen Rücksprachen und in Abstimmung mit dem Beirat entschieden, das auch auf unsere Intervention hin modifizierte Ausbauprojekt des Investors zu unterstützen. Daran wird sich bis auf Weiteres auch nichts ändern. (dk)

Besuch bei Nachbarn: Boston Consulting Group 

Seit Mai 2015 ist der erste Ankermieter in die Krausenhöfe eingezogen: Die Boston Consulting Group (BCG), eine der weltweit renommiertesten Unternehmensberatungen mit 80 Büros in 46 Ländern, ist von der Dircksenstraße nahe den Hackeschen Höfen in die Schützenstraße umgezogen.

Dieses wichtige Ereignis hat der Vorstand der Interessengemeinschaft Leipziger Straße / Krausenstraße (IG) zum Anlass genommen, den neuen Nachbarn einen Besuch abzustatten, obwohl die Schützenstraße streng genommen nicht zum eigentlichen Aufgabengebiet der IG gehört, aber ein Teil der „Krausenhöfe“ ist.

Der Vorstand der IG wurde sehr freundlich vom Chef des Berliner Büros, Dr. Reinhard Messenböck, und seiner Mitarbeiterin, Marina Carter, die den Standort operativ leitet, begrüßt. Zunächst informierte Dr. Messenböck über BCG: Die Unternehmensberatung wurde 1963 in Boston ins Leben gerufen und hat seit 1975 Standorte in Deutschland. Das Berliner Büro wurde 1999 gegründet und ist aufgrund des starken Wachstums im Mai dieses Jahres in die Krausenhöfe umgezogen. Bei dem von BCG bezogenen Teil dieses historisch wertvollen Gebäudes wurde viel Wert darauf gelegt, dass die Historie des Gebäudes und die Spuren der Vergangenheit bei der Sanierung erhalten blieben.

Anschließend hatte die IG die Gelegenheit sich vorzustellen und ihre Ziele zu erläutern. Dabei stellte sich heraus, dass es durchaus Aufgabenfelder gibt, auf denen sich eine Kooperation mit der IG von Fall zu Fall ergeben könnte. Dies gilt insbesondere für nachhaltige Verbesserungen der Nahversorgung.

Übrigens: Auf der Homepage der BCG Berlin gibt es eine interessante Variante zum Ursprung des Namens der Krausenhöfe:

Während allgemein die Namensgebung (jedenfalls der Straße) auf einen Hauseigentümer „Krause“ zurückgeführt wird, bezieht sich hiernach der Name der Höfe auf die Büsten an der Fassade der Krausenstraße: Sie tragen Halskrausen, die einer der Bauherren von 1910/11, der Textilfabrikant Brecht, dort fertigen ließ. (hdm)

Besuch bei Nachbarn: Amazon

Am Montag dem 13. Juli 2015 besuchte der Vorstand der IG unsere neuen Nach-barn in der Krausenstraße: „Das Amazon Development Center Germany GmbH“, wie die genaue Bezeichnung dieser Institution lautet. Bereits am 11. Juni 2015 hatte Amazon sein neues Entwicklungszentrum eröffnet (s.u.). 

Überaus freundlich wurde der Vorstand gestern in den komplett renovierten und umgestalteten Räumen von Managing Director, Dr. Ralf Herbrich, und der Mana-gerin für Facilities & Office Services, Britta Reusch, empfangen. 

Im sich anschließenden Gespräch hatte die IG die Möglichkeit, sich der neuen Nachbarschaft vorzustellen. Es wurden auch Möglichkeiten der Zusammenarbeit erörtert. Demnach zeigte sich Dr. Herbrich aufgeschlossen, sich z.B. an Verschö-nerungsaktionen auf der Krausenstraße zu beteiligen. 

Auch die Möglichkeiten, die sich ggf. aus dem Instrument der sog. „Business Improvement Districts (BID) ergeben könnten, sollen geprüft werden. Dieses Programm ist Teil des seit Oktober 2014 wirksamen Gesetzes zur Einführung von Immobilien- und Standortgemeinschaften (BIG), das die Möglichkeiten eröffnet, nach eigener Vorstellung über die Entwicklung der jeweiligen Geschäftsstraße stärker mitzubestimmen. 

Im Übrigen war man sich einig, dass der Standort Leipziger Straße / Krausenstraße attraktiv ist, was im Detail in den nächsten Jahren aber durchaus noch weiterent-wickelt werden kann. 

Anschließend konnten sich die Teilnehmer von der hervorragend gelungenen Neugestaltung des historischen Gebäudes beeindrucken lassen. So wurden alte Elemente z.B. der tragenden Stahlkonstruktion sichtbar belassen und Deckenma-lereien im Treppenhaus sorgfältig konserviert. Die Dachterrasse bietet einen beeindruckenden Rundblick über die Stadt. (hdm)

Neue Nachbarn

Es ist so weit: Die renovierten Krausenhöfe werden bezogen. Am 11. Juni 2015 hat Amazon sein neues Entwick-lungszentrum in der Krausenstraße eröffnet. Hier sollen bis zu 450 Entwickler an neuen Produkten forschen.  Somit sind offensichtlich alle Büros vermietet, denn auch Boston Consulting wird bald kommen.

Das Gebäude hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich: 1910 gebaut, hatte es zunächst die Ufa, dann nach dem Zweiten Weltkrieg die Defa beherbergt. Danach wurde es von der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR und zuletzt vom Landesdenkmalamt genutzt. Nun verfiel das Gebäude zunehmend und trug nicht gerade zur Standortqualität bei. Die Klingsöhr Unternehmensgruppe, die das historische Gebäude vermietet, hat es in ca. anderthalb Jahren aufwändig renoviert. Es umfasst mehr als 10.000 m2 und eine 400 m2 große Dachterrasse.

Interessant in diesem Zusammenhang ist die Einschätzung von Stefan Klinsöhr: Er stellt fest, dass sich das gesamte Areal um die Krausenhöfe ausgezeichnet entwickelt habe und durch die Anmietung von Amazon sowie Boston Consulting  weiter an Bedeutung gewinnen werde. Zu erwähnen ist noch, dass zahlreiche Wohnprojekte in der Krausenstraße positiv zu dieser Entwicklung beitragen.

Die Interessengemeinschaft teilt diese Einschätzung. Leider entwickelt sich die Leipziger Straße nicht in gleiche Richtung! Hier sind positive Entwicklungen – wenn überhaupt – nur in kleinen Schritten erzielbar.

Angenehm ist, dass ein permanenter Austausch zwischen Bauherrn und Anwohnern immer wieder dafür gesorgt hat, die Belastungen erträglich zu halten. Wir begrüßen unsere neuen Nachbarn auf das Herzlichste uns wünschen ihnen in unser aller Interesse viel Erfolg und freuen uns auch auf weitere Gespräche! (hdm)