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Bürgerveranstaltung zur Nordseite durchgeführt

Am 23. Mai fand auf Einladung des Stadtteilaktivs, der Mieterbeiräte und der Interessengemeinschaft eine Bürgerversammlung statt, an der neben Frau Reich-Schilcher von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt auch der beteiligte Gutachter und das Planungsbüro teilnahmen.

Nach Begrüßung durch Herrn Dr. Dudek vom Stadtteilaktiv führte Frau Reich-Schilcher kurz in das Gesamtprojekt und den Planungsstand ein.

Anschließend präsentierte Herr Prof. Dr. Balder vom Institut für Stadtgrün die Ergebnisse seiner gutachterlichen Untersuchung. Er konnte die gute Nachricht überbringen, dass alle Bäume trotz des schwierigen Untergrundes grundgesund sind. Zwar wüchsen viele Wurzeln mehr in die Breite als in die Tiefe, wenn man aber die Baumhöhe unter Kontrolle behielte, sei die Standfestigkeit auf lange Zeit gegeben.

Diese gute Nachricht nahm Herr Dagenbach vom Büro Glaßer und Dagenbach GbR auf und präsentierte seine Vorschläge. Unter der Prämisse, die Aufenthaltsqualität zu verbessern, Sitzgelegenheiten anzubieten, dunkle Ecken zu vermeiden und den Geräuschschutz zu erhalten, stellte er zwei Planungsvarianten vor.

Beide Varianten sehen eine Wegnahme der Hochbeeteinfassung vor. An diese Stelle tritt eine normale betonierte Beeteinfassung. Dies hat den Vorteil, dass die Hohlblöcke keinen Unterschlupf mehr für Ratten bieten können.

Durch das Entfernen der Hohlblöcke entfallen die eigentlich dort vorgesehenen Sitzgelegenheiten, die ursprünglich durch Aufplankung geschaffen werden sollten. Stattdessen werden Sitzbänke mit und ohne Lehne angeboten. Die Bänke ohne Lehne (Modell "Spittelmarkt") haben den Vorteil, dass man sich mit dem Blick Richtung Beete setzen kann, man aber auch in Richtung Gehsteig und Häuser schauen kann, wenn man möchte. Die Bänke mit Lehne bieten natürlich gerade unseren älteren Nachbarn einen höheren Sitzkomfort, wenn auch nicht vergessen werden darf, dass manch Passant Bänke mit Lehne nicht wie vorgesehen benutzt und damit Verschmutzungen auf der Sitzfläche nicht auszuschließen sind. Herr Dagenbach stellte auch noch ein kantigeres und stylischeres Modell vor, welches ein Element mit und ohne Lehne beinhaltet und somit einen Kompromiss darstellt. Für die Farbgebung wird naturfarben angeboten oder - um die Balkoneinfassungen der Häuser aufzunehmen - blau.

Ebenfalls soll der gesamte Weg beleuchtet werden. Eingeplant sind bislang die gleichen Leuchten, die auch im Bereich der Leipziger Südseite zwischen Chaussee- und Markgrafenstraße installiert sind. Damit würde auch ein einheiltliches Bild der Leipziger geprägt.

Im wesentlichen unterscheiden sich die beiden Entwürfe nur in der Gestaltung der Beetränder. Während Variante 1 einen organischen Randverlauf zeigt, setzt Variante 2 auf einen symetrischen Randverlauf. Steht der eine Entwurf also ein wenig konträr zur strengen Ausrichtung der Leipziger, nimmt der andere diese strenge Ausrichtung auf.

Der Vorteil der Variante 1 ist, dass die Stadtreinigung mit Reinigungsfahrzeugen vor und hinter den geplanten Bänken fahren kann und damit die Reinigung erleichtert wird. Auch wäre es möglich, dass die durch Variante 2 geschaffenen Nischen die eine oder andere Gelegenheitsübernachtung leichter macht, wenn auch an sonnigen Tagen diese Nischen für die Bewohner ebenfalls etwas angenehmes, wohnliches haben. Zwischen den Bäumen soll der Heckenbestand erhalten bleiben.

Zahlreiche Fragen der Teilnehmer wurden von den Anwesenden ausführlich beantwortet, wobei nat. nicht jede Antwort direkt eine Lösung beinhalten konnte. So wurde bei der Frage nach Radwegen darauf verwiesen, dass noch nicht entschieden sei, wie die Leipziger künftig genutzt wird, ob und wann eine Straßenbahn gebaut wird. Aus gleichem Grund kann auch die Südseite noch nicht so eingehend geplant werden.

Die Bitte, die Schaffung von Durchgängen in Höhe der Hauseingänge zur Straße zu prüfen, um z. B. Taxis leichter erreichen zu können wurde ebenso aufgenommen wie der Hinweis, dass beim Abbau von Platten auf der Nordseite diese möglichst erhalten und zur Zwischensanierung der Südseite genutzt werden könnten.

Frau Reich-Schilcher erläuterte, dass man wegen Lieferschwierigkeiten nicht wie vorgesehen schon heute die zwei Varianten baulich vorbereiten konnte. Es sei nun aber geplant, dies bis Ende Juni zu schaffen. Dann wolle man in einem Zeitraum von vier Wochen die Meinung der Anwohner einholen und diese dann - angereichert mit eigenen Erfahrungen - umsetzen. Über das Procedere werde sich noch mit den beteiligten Initiativen abgestimmt.

Thomas Sánchez von der Interessengemeinschaft dankte der Verwaltung für den Versuch des Spagats, alle Bürgerwünsche, die in den letzten Versammlungen geäußert wurden, aufzunehmen und soweit wie möglich umzusetzen. Seiner Ansicht nach sei das sehr gut gelungen. Über die einzelnen Varianten werde man nun ein Meinungsbild einholen und das Projekt weiter engagiert begleiten. 

 

Die Dokumente zur Veranstaltung:

 

Präsentation der Wurzelentwicklung von Prof. Dr. Hartmut Balder, Institut für Stadtgrün

 

Präsentation der Planungen von Udo Dagenbach, Büro Glaßer und Dagenbach GbR

 

Erste Arbeiten zur Sanierung der Nordseite der Leipziger Straße wurden aufgenommen

Senatsverwaltung und Bezirk wollen Bürger informieren

Wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mitteilte, sind inzwischen erste vorbereitende Arbeiten zur Sanierung der Nordseite der Leipziger Straße aufgenommen worden. Als Grundlage für die weiteren Planungen wird nun ein erster Abschnitt vor den Häusern LS 54/55 bearbeitet. Das Ziel ist, festzustellen, wie sich die Wurzeln der Platanen entwickelt haben, wie die Entwässerung des Gehweges funktioniert und wie der Gehweg mit den Beeten instand gesetzt werden kann ohne die Bäume zu schädigen.

Diese und weitere Maßnahmen sollen in einem weiteren Bürgergespräch vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden.

Sobald uns der Termin bekannt ist, werden wir drüber informieren. (hdm)

 

Das Projekt „Sanierung des Gehweges auf der nördlichen Seite der Leipziger Straße“ nimmt wieder Fahrt auf

Baumgutachten liegt inzwischen vor

Nach umfangreichen Vorarbeiten in der ersten Jahreshälfte durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung war – wie berichtet – das Projekt zunächst ins Stocken geraten, weil die Standsicherheit der Straßenbäume unklar war. Hierzu wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, das Prof. Hartmut Balder von der Beuth Hochschule für Technik inzwischen vorgelegt hat.

Ein wichtiges Ergebnis dieser Studie:

Die Bäume sind gesund, die Grünbeete um diese Bäume herum bedürfen aber jeweils einer speziellen Behandlung bei der Neugestaltung.

Dies teilte Claudia Reich-Schilcher von der Senatsverwaltung vor kurzem dem Vorstand der IG mit. Weiter informierte sie darüber, dass nunmehr ein spezielles Planungsbüro gefunden werden müsse, das Erfahrungen auf diesem Gebiet hat. Derzeit sei die Senatsverwaltung in der Vorbereitung eines Auswahlverfahrens zur Beauftragung eines entsprechenden Planungsbüros für diese nicht ganz unkomplizierte Aufgabe. Es sei davon auszugehen, dass die Beauftragung spätestens im Januar 2016 erfolgen könne und bat die IG, gemeinsam mit dem Stadtteilaktiv für Ende Februar oder Anfang März ein Kiezgespräch zu organisieren, in dem die Bürger über die veränderten Planungsgrundlagen informiert werden sollen.

Der Vorstand hat inzwischen Kontakt zum Stadtteilaktiv aufgenommen, die Vorbereitungen werden von dort in enger Abstimmung mit der IG in Kürze aufgenommen. Über den genauen Termin wird rechtzeitig informiert. (hdm)

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Kiezspaziergang mit der CDU-Mitte

Anlässlich des 4. Kiezspaziergangs des CDU Ortsverbandes Berlin-Mitte unter Leitung von Frau Diane Dierking, stellv. Vorsitzende des Ortsverbandes, konnten die drei teilnehmenden Mitglieder des Vorstandes der IG einige Punkte ihrer Arbeit darstellen und aufzeigen, an welchen Stellen noch tatkräftige Unterstützung notwendig ist.

In der neuen Wohnumgebung Beuthstraße/Grünstraße konnte die Gruppe nicht nur die erfolgreiche Baufertigstellung beobachten, sondern auch einen sehr schönen Kinderspielplatz, der leider an eine völlig ungestaltete Brache grenzt.

Lobend wurde die Neugestaltung des Platzes vor dem Viethaus hervorgehoben, der seit einiger Zeit wieder Heimstatt des Wochenmarktes ist. Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Anfangsphase hat er sich nun etabliert und nach Angaben der Marktbetreiberin eine bessere Resonanz, als seinerzeit auf dem Hausvogteiplatz.

Auf der Leipziger Straße konnte der Vorsitzende der IG, Hans Dieter Malsbender, die Schwierigkeiten der Straßenquerung an der Jerusalemer Straße darstellen. Daneben konnte anhand des Fußgängertunnels die gepante künstlerische Neugestaltung erläutert werden, die in Zusammenarbeit mit dem Diesterweg-Gymnasium realisiert werden soll. Hierbei bat der Vorsitzende um Unterstützung, die abschließende Entscheidung schnell herbei zu führen.

Herr Malsbender betonte darüber hinaus die Notwendigkeit der Sanierung der Nordseite im weiteren Verlauf Richtung Friedrichstraße. Anhand des Teilstücks Spittelmarkt/Jerusalemer Straße sei sehr gut ersichtlich, wie eine abwechs-lungsreiche Gastronomie zur Belebung der Straße beitrage.

Nach einem kurzen Hinweis auf die Entstehungsgeschichte der Renovierung und Unterhaltung der Gräfin-Marion-Dönhoff-Parkanlage hob der Bezirksverordnete Dimitri Golodni die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Anwohnern und Verwaltung hervor. Der IG -Vorsitzende bedankte sich gleichzeitig bei der Verwaltung, die sich aufgrund der Parkpflegefinanzierung durch die Anwohner sehr beweglich gezeigt und die Neugestaltung seinerzeit vorgezogen hatte.

Auf Höhe der im Aus- und Umbau befindlichen Gewerbeetagen der Leipziger Str. 48/49 erläuterte der stellv. Vorsitzende der IG, Dr. Dietmar Kreusel, den Stand der Arbeiten zum Neubau einer Hotelanlage, eines Spezialitätenrestaurants und eines "Event-Cafés" mit entsprechenden Außenanlagen. Die Eröffnung dürfte 2016 erfolgen.

Die IG dankt der CDU-Mitte für die Gelegenheit, anlässlich des Kiezspaziergangs noch einmal das Augenmerk der Mitglieder des Ortsverbandes auf die Unzulänglichkeiten im oberen, östlichen Bereich der Leipziger Straße gelenkt zu haben und freut sich auf weitere gute Zusammenarbeit.(tsa

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Rattenbefall erfolgreich bekämpft!

Wie uns das Gesundheitsamt auf Nachfrage am 16. Juni mitteilte, ist der Rattenbefall im Bereich der Leipziger Straße 54 – 58 und 60 – 66 inzwischen erfolgreich bekämpft worden. Eine entsprechende Tilgungsbescheinigung liegt dem Gesundheitsamt vor.

Anlässlich einer Begehung der nördlichen Leipziger Straße mit der Senatsverwaltung für Umwelt und dem Bezirk Mitte wurde ein starker Rattenbefall im oben genannten Abschnitt er LS festgestellt. Die Bearbeitung der unverzüglich erfolgten Meldung an das Gesundheitsamt durch die IG wurde zunächst wegen der Masern-Problematik zurückgestellt.

Die Bewohner der nördlichen Seite der LS werden gebeten, die Situation zu beobachten. Sollten die Ratten wieder auftauchen, kann dies dem Gesundheitsamt unter Gesundheitsamt.BAMitte@ba-mitte.berlin.de mitgeteilt werden. (hdm)

 

Rattenplage auf der Leipziger Straße

Anlässlich einer Ortsbegehung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und dem Bezirk Mitte wurde vor kurzem festgestellt, dass sich in den Hochbeeten auf der nördlichen Seite der Leipziger Straße zahlreiche Ratten aufhalten. Nach Auskunft von Anwohnern soll es sich dabei sogar um eine Rattenplage handeln. Die Tiere fühlen sich offensichtlich in den Hochbeeten besonders wohl, haben sie doch genügend Nist- und Rückzugsmöglichkeiten in den Hohlblocksteinen. Darüber hinaus macht ihnen der ungepflegte Zustand der Grünbepflanzung den Aufenthalt sehr angenehm.

Hinzu kommt allerdings auch, dass offenbar Anwohner die Vögel füttern und das in einem Umfang, dass reichlich  Nahrung für die Ratten übrig bleibt.

Die IG hatte daher unverzüglich das Gesundheitsamt des Bezirksamtes Mitte von Berlin schriftlich informiert.

Wie kürzlich mitgeteilt wurde, sieht sich das Gesundheitsamt jedoch derzeit wegen des Masernausbruchs und eines gleichzeitigen hohen Krankenstandes nicht in der Lage, eine Ortsbesichtigung vorzunehmen. Sobald Kapazitäten frei seien, werde man sich aber um das Problem kümmern. Wann dies sein könnte, wurde offen gelassen.

Insofern werden die Anwohner wohl noch einige Zeit mit dem Problem leben müssen.

Die IG wird hier am Ball bleiben. (hdm)

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Pläne zur Neugestaltung der nördlichen Seite der Leipziger Straße machen Fortschritte

 

Nach der Bürgerinformation am 17. November 2014 und einer von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt organisierten Ortsbegehung am 24. Februar 2015, an der neben Vertretern der BImA, des Bezirks und der IG Leipziger Straße / Krausenstraße auch Anwohner teilnahmen, werden die Strukturen der Neugestaltung allmählich sichtbar.

So hat das Büro Stefan Bernard Landschaftsarchitekten inzwischen die Anmerkungen der Bürger auf der Bürgerversammlung in die Planungen eingearbeitet. Es wurden die Handlungsempfehlungen in 7 Teilabschnitte eingeteilt. Diese wurden bei der Ortsbegehung einzeln untersucht und besprochen, wobei insbesondere auch auf die Argumente der IG und der Anwohner eingegangen wurde.

Jetzt soll zunächst im Abschnitt 6 eine Bestandsaufnahme durch Rückbau eines Beetes vorgenommen werden, um modellhaft zu klären, ob eine Instandsetzung möglich ist. Einzelheiten können dem beigefügten Protokoll der Ortsbegehung entnommen werden.

Probleme bereitet derzeit die Standfestigkeit der Straßenbäume, da sie auf dem Bauschutt abgerissener Häuser stehen. Die Wurzeln suchen Wasser an der Straßenoberfläche. Derzeit werden daher die Bäume regelmäßig zurück geschnitten, um die Standfähigkeit zu verbessern. Hierzu soll daher noch ein Baumgutachter hinzugezogen werden. Sobald dessen Begutachtung vorliegt und eine probeweise Bearbeitung der Beete im Abschnitt 6 erfolgt ist, werden von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Vorschläge für das weitere Vorgehen erarbeitet. Die IG Leipziger Straße / Krausenstraße wird umgehend informiert und in die weitere Planung einbezogen.

Die IG hofft, dass die Arbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können. Sie bedankt sich bei allen Beteiligten für eine gute Kooperation. (hdm)

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Es geht voran mit der Umgestaltung der Nordseite der Leipziger Straße


Auf Einladung des Stadtteilaktivs trafen sich am Montag, dem 17. November abends ca. 100 Interessierte, um intensiv über Vorschläge zur Neugestaltung der Nordseite der Leipziger Str. zu diskutieren. Die inhaltliche Ausgestaltung lag bei der Interessengemeinschaft Leipziger Straße/Krausenstraße (IG), die seit langer Zeit eine Umfeldverbesserung auf der Leipziger Straße fordert.

Nach einer Einführung in den Ist-Zustand durch das Vorstandsmitglied der IG, Thomas Sánchez, erläuterte Frau Reich-Schilcher von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt den Rahmen ihrer Planung, die auf den Vorschlägen der IG beruht. Frau Agata Waszczuk vom Planungsbüro Bernard erklärte danach die Details:

Das Planungsbüro Bernard hat eine Machbarkeitsstudie erstellt, in der es sich sehr intensiv mit dem Stadtraum, der Vergangenheit und der Gegenwart auseinandergesetzt hat, um dann verschiedene Möglichkeiten zu präsentieren, die aber vorerst bewusst nur skizzenhaft dargestellt wurden, um möglichst viel Spielraum für die Diskussion mit den Anwohnern einzuräumen.

Claudia Reich-Schilcher vom SenStadtUm (am Tisch), Kathrin Winkler und Hans-Joachim Dehnbostel von der BImA, Thomas Sánchez un Dr. Dietmar Kreusel von der IG sowie Agata Waszczuk vom Planungsbüro Bernard (v.r.n.l.)Claudia Reich-Schilcher vom SenStadtUm (am Tisch), Kathrin Winkler und Hans-Joachim Dehnbostel von der BImA, Thomas Sánchez un Dr. Dietmar Kreusel von der IG sowie Agata Waszczuk vom Planungsbüro Bernard (v.r.n.l.)Sehr erfreulich war, dass von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Herr Hans-Joachim Dehnbostel, Abteilungsleiter Wertermittlung und Entwicklungsmaßnahmen aus der Zentrale in Bonn, und Frau Kathrin Winkler von der Direktion Berlin anwesend waren, die einerseits die realisierte Übergangs-vermietung an "Raum auf Zeit" erläuterten und verteidigten, um anschließend zuzusagen, sich nach einer noch ausstehenden Grundsatzentscheidung zur Weiterentwicklung der Gewerbeimmobilien aktiv um eine Vermietung der leerstehenden Gewerbeflächen zu bemühen.

Da hier in der Vergangenheit viel vernachlässigt worden sei, müsse zunächst eine Bestandsaufnahme von Schäden und erforderlichen Arbeiten erfolgen, um dann ein Vermietungskonzept zu erstellen. Man habe bei der BImA aber die Notwendigkeit erkannt, an einem so zentralen Ort der Stadt aktiv zu werden. Auch ein möglicher Verkauf der Liegenschaften stünde diesen vorbereitenden Arbeiten nicht im Wege, da ein neuer Investor diese ja übernehmen könne. Ob und wie schnell die Ideen dann umgesetzt würden entschiede sich dann auch nach Klärung der Frage, wer Eigentümer bliebe oder werde. Derzeit seien noch zwei Studien in Arbeit. Abschließend kündigte Frau Winkler an, die IG weiterhin in die Planungen der BImA einzubeziehen.

Eine lebhaft geführte Diskussion, an der sich zahlreiche Nachbarn beteiligten und die gekonnt von Christian Otto vom Spittelclub moderiert wurde, beschrieb die unterschiedlichen Interessenlagen. Insbesondere die BImA wurde aufgefordert, sich nicht nur als Immobilienbesitzer, sondern auch als Nachbar und Anlieger zu verstehen.

Frau Reich-Schilcher von der Senatsverwaltung fasste zusammen, dass nach Ihrem Verständnis der Diskussion vor allem eine schnelle Reparatur der Gehwege und Hochbeete bei größtmöglicher Beibehaltung der alten Form gewünscht sei. Sie hoffe, schon in wenigen Wochen hierzu konkretere Vorschläge machen zu können, die dann wieder im Club Spittelkolonnaden zur Diskussion gestellt werden sollen.

Insgesamt eine lebhafte Veranstaltung, die die Initialzündung für eine Belebung der Nordseite - und damit des gesamten Wohngebiets - sein könnte. (tsa, hdm)

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Wichtiger Zwischenschritt erreicht - Machbarkeitsstudie zur Nordseite der Leipziger Str. in Vorbereitung

 

Einer der wichtigen Punkte unserer Arbeit ist die Steigerung der Attraktivität der Nordseite der Leipziger Str. Hierzu finden immer wieder Gespräche mit den beteiligten Behörden und auch Anliegern statt, so auch am 8. Oktober in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Neben unseren Vorständen Hans-Dieter Malsbender und Thomas Koch nahmen auch Vertreter des Bezirksamtes sowie des Büros des Landschaftsarchitekten Bernard teil.

Im Rahmen dieser Besprechung wurde der Entwurf einer vom Büro Bernard erarbeiteten Machbarkeitsstudie für die temporäre Umgestaltung der Nordseite der Leipziger Straße vorgestellt. Das Büro Bernard war bereits mit der temporären Neugestaltung des Spittelmarktes betraut. Das Ergebnis hatte seinerzeit allgemeine Anerkennung erfahren.

Im Rahmen des Kiezgesprächs am 17. November 2014 im Club Spittelkolonnaden sollen nun die bisher aus der Bestandsaufnahme gewonnenen Erkenntnisse und Planungsansätze vorgestellt werden. Diese sollen mit den Anliegern diskutiert und gemeinsam weiter entwickelt werden. Ihre Erfahrungen bei der täglichen Nutzung der Leipziger Straße und ihre Wünsche zur weiteren Entwicklung sollen in die Studie einfließen.

Dies ist eine gute Chance nicht nur für Mitglieder der IG, sondern für alle Bewohner, auf die zukünftige Gestaltung der Nordseite der LS Einfluss zu nehmen. Der Vorstand der IG und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt bitten daher um zahlreiches Erscheinen und wünschen sich eine offene Diskussion. (hdm, tsa)

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Verschönerung der Nordseite der Leipziger Straße

 

Die nördliche Seite der Leipziger Straße zwischen Charlottenstraße und Jerusalemer Straße sowie im weiteren Verlauf bis zum Spittelmarkt ist geprägt durch

  • Leerstände der Gewerbeimmobilien im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)
  • verwahrloste Grünanlagen
  • erhebliche Schäden des Gehweges
  • eine völlig verwahrloste Fußgängertunnelanlage unter der Leipziger Straße in Höhe der Jerusalemer Straße
  • völlig unzureichende Gehwegbeleuchtung
  • weitestgehendes Fehlen von Radstreifen, was zu Nutzungskonflikten mit Fußgängern führt
  • das Fehlen von touristischer Infrastruktur, wie Toilettenanlagen und einem Wegeleitsystem
  • zunehmende Nutzung durch Obdachlosen für Übernachtungszwecke

Die Leerstände der Gewerbeimmobilien bestehen teilweise seit mehr als 10 Jahren. Einer der letzten Mieter, die Weinhandlung Möwenpick, verließ den Standort Ende Januar 2014.

Seit Oktober 2013 sind die leerstehenden Gewerbeimmobilien für maximal 3 Jahre an die Firma „Raum auf Zeit“ vermietet, die ihrerseits versucht, die Flächen an Kurzzeitmieter zu vermieten.

Dies ist bisher nur sehr unzureichend gelungen: Fast alle Mietinteressenten beklagen die geringe Aufenthaltsqualität dieses Teils der Leipziger Straße. Tatsächlich wird dieser Bereich, insbesondere auch in den Abendstunden, nur von ganz wenigen Passanten genutzt.

 

Weiterhin wird bemängelt, dass die Ladenobjekte wegen der wild wuchernden Sträucher am Straßenrand praktisch nicht einsehbar und wahrnehmbar sind.

 

 

 

Dies ist die Hauptursache, weswegen ein nur sehr geringes Mieterinteresse besteht. 

 

 

 

 

 

Mögliche Lösungen:

  • Sanierung der Grünflächen durch Entfernung der Randsteine (siehe Fotos) und Umwandlung der Hochbeete in Flachbeete.
  • Rückschnitt und Reduzierung der Sträucher auf ein vernünftiges Maß zur Verbesserung der Sichtbarkeit der Ladenlokale
  • Sanierung des Gehweges.
  • Installation eines Beleuchtungssystems.
  • Einbeziehung in das touristische Wegeleitsystem.
  • Errichtung einer Toilettenanlage (Betreiberkonzept in Verbindung mit einem Kiosk oder evtl. Versetzen einer wenig genutzten Wall-Toilette)
  • Sanierung der Tunnelanlage; alternativ: Schließung der Tunnelanlage und Einrichtung einer oberirdischen Fußgängerquerung mit Signalschaltung

Vorteile:

Im derzeitigen Zustand sind die Ladenlokale nahezu unvermietbar. Die Sanierung der Gehwege und Grünflächen ist daher eine Grundvoraussetzung für die Attraktivitätssteigerung der Nordseite, die dann - nach erfolgreicher Vermietung - eine interesante Klammer zwischen den Quartieren Gendarmenmarkt, Hausvogteiplatz und Spittelmarkt sein kann.

 

Die genannte Problematik war auch schon Thema einer kleinen Anfrage der Abgeordneten Dr. Eva Högl, MdB (SPD), die von Herrn PStS Kampeter, MdB für das Bundesministerium der Finanzen beantwortet wurde:

 

Abgeordnete Dr. Eva Högl, (SPD):

"Was gedenkt der Bund als Eigentümer der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die Grundstückseignerin von vielen leerstehenden Laden- und Gewerbeflächen in der Leipziger Straße, 10117 Berlin ist, zu unternehmen, damit die BImA ihrer Verantwortung für den leerstehenden Immobilienbestand gerecht wird?"

 

Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Steffen Kampeter vom 20. März 2013:
"Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bundesanstalt) hat in den Jahren 2010 bis 2012 die Erstellung eines Gutachtens mit dem Ziel in Auftrag gegeben, Maßnahmen zur Aktivierung der Laden und Gewerbeflächen aufzuzeigen, die geeignet sind, die Einzelhandels- und gewerbliche Nutzung an dem in Rede stehenden Standort zu fördern und in der Folge den Leerstand zu reduzieren.

Aufgrund der Ergebnisse des Gutachtens, u. a. zum baufachlichen Zustand der Gebäude und zu den bautechnischen und wirtschaftlichen Sanierungsmöglichkeiten, einer anschließenden Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und der im Vorfeld geführten Gespräche mit den betroffenen Nutzern und Anwohnern, dem Bezirk Berlin-Mitte sowie benachbarten Gebäudeeigentümern, wurden in der Bundesanstalt Handlungsalternativen entwickelt, die dort Gegenstand eines noch andauernden Entscheidungsprozesses sind.

Zur akuten Vermeidung weiteren Leerstands von Gewerbeflächen führt die Bundesanstalt überdies Gespräche zur kurzfristigen Zwischenvermietung."

 

Quelle: BT-Drs. 17/12901, Seite 10

(hdm, dk, tk, tsa)
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